Wie können wir während des Fermentationsprozesses ein Gleichgewicht zwischen Rührgeschwindigkeit und Scherkraft gewährleisten, um Schäden an Mikroorganismen zu verhindern?
Einführung
In der modernen industriellen Biotechnologie ist die biologische Fermentation ein Kernprozess mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten in Bereichen wie Pharmazie, Lebensmittel, Energie und Umweltschutz. Während der Fermentation fungieren Mikroorganismen als „Fabriken“ und übernehmen die zentrale Aufgabe der Stoffumwandlung. Ihr Wachstumszustand und ihre Stoffwechselaktivität beeinflussen direkt die Ausbeute und Qualität des Endprodukts. Daher ist die Bereitstellung geeigneter physikalischer Bedingungen während der Fermentation entscheidend für die Aktivität der Mikroorganismen.
Rühren ist einer der Kernvorgänge beim Betrieb eines GärbehälterDas Rühren dient hauptsächlich dazu, die Durchmischung zu fördern, den Sauerstofftransport zu verbessern und eine gleichmäßige Nährstoffverteilung zu gewährleisten. Zu hohe Rührgeschwindigkeiten oder ungeeignete Rührwerkskonstruktionen können jedoch leicht zu übermäßigen Scherkräften führen und dadurch Mikroorganismen, insbesondere strukturell empfindliche Stämme wie Fadenpilze, Hefen und bestimmte anaerobe Bakterien, mechanisch schädigen. Daher ist die Kontrolle der Scherkräfte bei gleichzeitiger Erfüllung der Anforderungen an Stofftransport und Durchmischung eine zentrale Herausforderung in der Fermentationstechnik.
Dieser Artikel befasst sich mit dem grundlegenden Zusammenhang zwischen Rührgeschwindigkeit und Scherkraft, deren Einfluss auf Mikroorganismen, Regulierungsstrategien und Optimierungsmethoden in praktischen Anwendungen und zielt darauf ab, theoretische und praktische Anhaltspunkte für die Optimierung von Fermentationsprozessen zu liefern.
I. Der Zusammenhang zwischen Rührgeschwindigkeit und Scherkraft
Beim Rührvorgang entstehen durch die Einwirkung des Rührwerks Wirbel und Turbulenzen in der Flüssigkeit, wodurch eine Durchmischung und ein Stoffaustausch zwischen Gas und Flüssigkeit erreicht werden. Die Rührgeschwindigkeit bezeichnet die Drehzahl der Rührwelle (üblicherweise in Umdrehungen pro Minute angegeben), während die Scherkraft hauptsächlich durch den Geschwindigkeitsgradienten zwischen den Fluiden, insbesondere in den Bereichen nahe dem Rührflügel und der Behälterwand, entsteht.
In der Strömungsmechanik ist die Schergeschwindigkeit direkt proportional zum lokalen Geschwindigkeitsgradienten. Je höher die Rührgeschwindigkeit, desto größer ist die turbulente kinetische Energie im Fluid und desto höher ist die Schergeschwindigkeit, was zu einer Erhöhung der Scherkraft führt. Darüber hinaus beeinflussen Faktoren wie die Art des Rührers, die Viskosität der Flüssigkeit und die Höhe des Flüssigkeitsspiegels die Scherkraft.
Bei einigen scherempfindlichen Mikroorganismen wird die Zellstruktur durch Scherkräfte leicht geschädigt, was wiederum zu Zelllyse, Stoffwechselstörungen oder einer verminderten Produktsynthesekapazität führt. Daher muss bei der Prozessauslegung das mechanische Verhältnis zwischen Rührgeschwindigkeit und Scherkraft präzise erfasst und die entsprechenden Geräteparameter ausgewählt werden.

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II. Der Einfluss von Scherkräften auf Mikroorganismen
1. Zerstörung der Zellstruktur
Unter hohen Scherkräften können die Zellmembranen oder Zellwände von Mikroorganismen reißen oder zerdrückt werden. Beispielsweise neigen fadenförmige Mikroorganismen wie Aktinomyzeten und Pilze bei starker Rührung zum Bruch, was zu einer Verkürzung des Myzels und Beeinträchtigungen ihrer Stoffwechselkapazität und Produktsynthese führt.
2. Rückgang der physiologischen Aktivität
Scherkräfte können auch zu inneren Strukturschäden an Zellen führen, wie z. B. zur Inaktivierung von Enzymen und zur Denaturierung von Proteinen, was zu Störungen des Stoffwechsels und zu Beeinträchtigungen der Synthese von Metaboliten (wie z. B. Antibiotika, Aminosäuren usw.) führen kann.
3. Abnorme Ansammlung und abnormes Wachstum von Bakterien
Übermäßige Scherkräfte können das normale Aggregationsverhalten von Bakterien hemmen. Beispielsweise können während der Mikrosphärenkultur übermäßige Scherkräfte zum Zerbrechen der Mikrosphären und damit zum Verlust ihrer räumlichen Struktur führen, wodurch die Zelldichte und die Fermentationseffizienz sinken.
III. Schlüsselfaktoren, die das Rühr- und Schergleichgewicht beeinflussen
1. Art und Konstruktion von Rührwerken
Gängige Rührwerke sind beispielsweise Rushton-Turbinenrührwerke, Schiffsantriebsrührwerke und Wendelbandrührwerke. Die Strömungsfeldstruktur und die von den verschiedenen Rührwerkstypen erzeugten Scherspannungen unterscheiden sich. So erzeugt die Rushton-Turbine eine hohe radiale Scherkraft, während Schiffsantriebsrührwerke hauptsächlich durch axiale Strömung mit relativ geringer Scherung gekennzeichnet sind und sich daher für scherempfindliche Mikroorganismen eignen.
2. Abstimmung der Rührgeschwindigkeit auf das Belüftungsvolumen
Eine Erhöhung der Rührgeschwindigkeit verbessert zwar den Sauerstoffaustausch, erhöht aber auch die Scherkräfte. Daher sollten bei der Auslegung die Betriebsparameter in Kombination mit dem Belüftungsvolumen optimiert werden. Beispielsweise kann eine angemessene Erhöhung der Belüftungsrate die Sauerstoffzufuhr verbessern, ohne die Rührgeschwindigkeit zu erhöhen, wodurch die Abhängigkeit von den Scherkräften verringert wird.
3. Eigenschaften des Kulturmediums
Die Viskosität des Kulturmediums hat einen signifikanten Einfluss auf das Strömungsfeld beim Rühren. In hochviskosen Flüssigkeiten ist der Energietransfer erschwert, wodurch eine höhere Rührleistung zur Aufrechterhaltung der Durchmischung erforderlich ist. Dies birgt jedoch auch ein höheres Risiko von Scherkräften. Durch Anpassung der Zusammensetzung des Kulturmediums oder durch Maßnahmen wie enzymatische Hydrolyse und Verdünnung lassen sich die Viskosität reduzieren und die Scherkraftbelastung minimieren.
IV. Regulierungsstrategien und Methoden zur Prozessoptimierung
1. Schrittweise Beschleunigungsfunktion
Im Anfangsstadium der Fermentation haben sich die Mikroorganismen noch nicht stark vermehrt, daher ist eine relativ niedrige Rührgeschwindigkeit ausreichend. Mit steigender Bakterienkonzentration und zunehmendem Sauerstoffbedarf sollte die Rührgeschwindigkeit schrittweise erhöht werden, um ein koordiniertes Rühren und Bakterienwachstum zu gewährleisten und plötzliche Scherkräfte zu vermeiden.
2. Verwenden Sie ein Rührsystem mit niedriger Scherkraft.
Wählen Sie ein Rührsystem mit geringer Scherkraft, das den physiologischen Eigenschaften der Mikroorganismen entspricht. Beispielsweise werden Breitblatt-Propellerrührer, Schrägplattenturbinen und andere Rührwerke mit geringer Scherkraft eingesetzt, während das Verhältnis von Höhe zu Durchmesser des Fermentationsbehälters erhöht wird, um den Flüssigkeitszirkulationsweg zu optimieren.
3. Einführung des Airlift-Fermentationssystems
Der Gasliftreaktor nutzt Gas, um die Zirkulation und Durchmischung der Flüssigkeit anzutreiben. Der mechanische Rührvorgang wird dadurch stark vereinfacht und die Scherkräfte deutlich reduziert. Er eignet sich besonders für scherempfindliche Mikroorganismen, beispielsweise für die Einzellerproteinproduktion und Zellkulturen.
4. Numerische Simulations- und Steuerungsmodelle erstellen
Durch die Simulation der Strömungsfeldverteilung und der Scherspannung im Rührkessel mittels CFD (Computational Fluid Dynamics) und in Kombination mit einem mikrobiellen physiologischen Modell wurde ein Mehrparameter-Kopplungsregelungssystem entwickelt, um die Rührgeschwindigkeit in Echtzeit anzupassen und den optimalen Betriebszustand zu gewährleisten.
V. Analyse praktischer Anwendungsfälle
- Fallbeispiel 1: Scheroptimierung bei der Erythromycin-Fermentation
Erythromycin wird von Streptomyces, einem scherempfindlichen, fadenförmigen Mikroorganismus, produziert. Der traditionelle Einsatz von Rushton-Rührern führte zu einem starken Myzelbruch und instabiler Produktion. Später wurde der Marine-Propellerrührer in Kombination mit einer segmentierten Beschleunigungsstrategie eingeführt, wodurch eine gute Myzelmorphologie erhalten und die Erythromycin-Ausbeute um etwa 20 % gesteigert werden konnte.
- Fallbeispiel Zwei: Rührkontrolle im Milchsäuregärungsprozess
Milchsäurebakterien weisen eine relativ hohe Toleranz gegenüber Rührintensitäten auf, jedoch führt zu hohe Rührgeschwindigkeit zu starker Schaumbildung und erhöhter Scherkraft. Durch die Begrenzung der Rührgeschwindigkeit auf unter 300 U/min, den Einsatz eines Schaumzerkleinerungssystems und eine angemessene Belüftung wird die Zellaktivität stabil gehalten und der Fermentationszyklus um 12 Stunden verkürzt.

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VI. Schlussfolgerung
Bei der biologischen Fermentation ist die Kontrolle von Rührgeschwindigkeit und Scherkraft eine Kunst, die Effizienz und Sicherheit gleichermaßen berücksichtigt. Angemessenes Rühren steigert nicht nur den Stoffaustausch und die Produktausbeute, sondern gewährleistet auch die bestmögliche physiologische Integrität der Mikroorganismen. Um dieses Gleichgewicht zu erreichen, sind Anstrengungen in verschiedenen Bereichen erforderlich, wie z. B. bei der Konstruktion der Anlagen, der Optimierung der Betriebsparameter, der Anpassung des Kulturmediums und der Entwicklung von Berechnungsmodellen.
Mit der Entwicklung intelligenter Steuerungssysteme und digitaler Fabriken werden in Zukunft Echtzeit-Scherkraftregelungssysteme auf Basis von Sensoren und KI-Algorithmen nach und nach zum Standard werden und die Weiterentwicklung biologischer Fermentationsprozesse hin zu größerer Effizienz, Stabilität und Umweltfreundlichkeit ermöglichen.
Andererseits, bei der Auswahl eines Bioreaktor-FermenterUm die Produktqualität zu gewährleisten, ist es notwendig, einen zuverlässigen Hersteller mit gutem Ruf und ausreichender Leistungsfähigkeit zu finden. Jiangsu Mike Biotechnology Co., Ltd. wurde 2008 gegründet und konzentriert sich auf … Anlagen zur biologischen Fermentation Forschung und Entwicklung, Produktion und Vertrieb eines Hightech-Unternehmens. Unser Unternehmen verfügt über eine Pilotfermentationsplattform mit integrierter Intelligenz und Automatisierung sowie ein ausgereiftes Fermentationssystem. Dieses ermöglicht die Optimierung des Pilotfermentationsprozesses, die Inbetriebnahme aller Prozessschritte von der Pilotfermentation bis zur Trennung und Reinigung der Fermentationsprodukte und die Einrichtung einer Prüfstation und eines modernen Labors.
Unser Unternehmen verfügt über eine standardisierte Produktionsanlage mit kompletten Ausrüstungssätzen und Werkzeugen, die für die Installation erforderlich sind. Dazu gehören hauptsächlich verschiedene Werkzeugmaschinen, eine automatische Argon-Lichtbogenschweißanlage, eine automatische Poliermaschine, eine automatische Schneidemaschine und eine Fehlererkennungsmaschine sowie mehr als 60 weitere Produktions- und Prüfgeräte. Der gesamte Produktionsprozess entspricht modernen Standards, um den Kunden professionelle Qualität und technischen Support zu bieten.











