Leave Your Message
Funktionsprinzip von Massendurchflussmessern und ihre Rolle sowie Auswahl bei der Auslegung von Bioreaktoren
Nachricht

Funktionsprinzip von Massendurchflussmessern und ihre Rolle sowie Auswahl bei der Auslegung von Bioreaktoren

19.12.2025

I. Einleitung

In den modernen Bereichen der Biotechnologie und des Bioingenieurwesens hat sich die biologische Fermentation zu einer Kerntechnologie in der pharmazeutischen, Impfstoff-, Enzym-, Aminosäure-, Biomaterial- und Lebensmittelindustrie entwickelt. Ob im Labormaßstab oder im industriellen Maßstab – die biologische Fermentation spielt dabei eine zentrale Rolle. Bioreaktor oder eine große Anlage im Pilot- oder Industriemaßstab GärtankDie präzise Kontrolle der Prozessparameter ist ein Schlüsselfaktor für die Sicherstellung der Produktqualität, der Chargenstabilität und der Erfolgsrate bei der Skalierung.

Unter den zahlreichen Prozesssteuerungsparametern ist die Kontrolle der Gas- und Flüssigkeitsdurchflussraten besonders wichtig, insbesondere der Belüftungsrate, der Zufuhrrate sowie der Durchflussraten von Stickstoff oder Kohlendioxid. Herkömmliche volumetrische Durchflussmesser weisen in der Fermentationsumgebung mit ihren großen Temperatur- und Druckschwankungen erhebliche Fehler auf, während Massendurchflussmesser, die den Massenstrom direkt messen und unempfindlich gegenüber Änderungen der Betriebsbedingungen sind, sich zunehmend als Standardkonfiguration für High-End-Fermentationssysteme und intelligente Bioreaktoren etablieren.

Dieser Artikel erläutert systematisch das Funktionsprinzip von Massendurchflussmessern und konzentriert sich auf die Analyse ihrer Rolle, Anwendungsszenarien und Auswahlkriterien bei der Konstruktion von biologischen Fermentationsbehältern. Er bietet Anhaltspunkte für die Konstruktion von biotechnischen Anlagen und die Projektdurchführung.

II. Grundlegende Konzepte von Massenstrommessern

1. Was ist ein Massenstrommesser?

Ein Massenstrommesser ist ein Instrument zur direkten Messung des Massenstroms von Fluiden (z. B. kg/h, g/min). Im Gegensatz zu Volumenstrommessern (m³/h, L/min) liefert er den tatsächlichen Massenstrom ohne Dichteumrechnung und bietet somit eine höhere Messgenauigkeit bei Gasen, Dampf und variablen Betriebsbedingungen. Typische Messobjekte in der Biotechnologie sind Druckluft, reiner Sauerstoff, Stickstoff, Kohlendioxid, Dampf, flüssige Kulturmedien oder Ausgangsmaterialien.

2. Vorteile von Massendurchflussmessern in der Biotechnologie

Während des Betriebs von Bioreaktoren ändern sich Temperatur, Druck und Gaszusammensetzung ständig. Massendurchflussmesser bieten folgende entscheidende Vorteile:

* Nicht beeinflusst von Temperatur- und Druckänderungen

* Hohe Messgenauigkeit und gute Wiederholbarkeit

* Ermöglicht eine präzise Prozesssteuerung

* Geeignet für automatisierte und digitalisierte FermentationssystemS

WeChat image_202104280915393.jpg

MIKEBIO Fermentationssystem

III. Hauptfunktionsprinzip von Massendurchflussmessern

1. Prinzip des Coriolis-Massenstrommessers

(1) Grundprinzip

Der Coriolis-Massenstrommesser basiert auf dem Effekt der Corioliskraft. Wenn ein Fluid durch ein vibrierendes Rohr strömt, verursacht die Fluidmasse eine Phasenverschiebung oder Frequenzänderung im vibrierenden Rohr, die proportional zum Massenstrom des Fluids ist.

(2) Merkmale

* Direkte Messung des Massenstroms

* Kann auch gleichzeitig Dichte und Temperatur messen

* Hohe Genauigkeit (bis zu ±0,1 %)

* Geeignet für Flüssigkeitsfördersysteme

(3) Anwendung in der Bioprozessierung

In High-End-Bioreaktorsystemen wird der Coriolis-Massenstrommesser häufig für folgende Zwecke eingesetzt:

* Präzise Zufuhr (Glucose, Glycerin, Kulturmedium)

* Kontinuierliche oder exponentielle Zufuhrsteuerung

* Fermentationsprozess für hochwertige Bioprodukte

2. Funktionsprinzipien von thermischen Massendurchflussmessern

(1) Grundprinzip

Thermische Massenstrommesser berechnen den Massenstrom, indem sie die Wärmeaufnahmefähigkeit des Fluids messen. Gängige Methoden sind die Methode der konstanten Temperaturdifferenz und die Methode der konstanten Leistung.

(2) Merkmale

* Besonders geeignet für die Gasmessung

* Schnelle Reaktionsgeschwindigkeit

* Einfache Struktur, geringer Druckverlust

* Relativ niedrige Kosten

(3) Anwendung in Bioprozessen FermentationssystemS

In Bioreaktoren werden thermische Massendurchflussmesser häufig eingesetzt für:

* Einlassgas-Durchflussregelung (Luft, Sauerstoff)

* Sauerstofftransferregulation (OTR)

* DO (löslicher Sauerstoff) Kontrollbindung

3. Andere Arten von Massendurchflussmessern (Kurzer Überblick)

* Differenzdruck-Massendurchflussmesser: Erfordern eine Dichtekompensation und wurden schrittweise ersetzt

* Ultraschall-Massendurchflussmesser: Weniger verbreitet im Bereich der Bioprozessfermentation

IV. Die Schlüsselrolle von Massendurchflussmessern bei der Auslegung von Bioprozess-Fermentationsbehältern

1. Präzise Steuerung des Luftstroms, Verbesserung der Sauerstoffübertragungseffizienz

Bei der aeroben Gärung beeinflusst die Durchflussrate von Luft oder Sauerstoff direkt: den Gehalt an gelöstem Sauerstoff (DO), die Stoffwechselrate der Mikroorganismen und die Effizienz der Produktbildung.

Durch den Einsatz von Massendurchflussmessern wird sichergestellt, dass die tatsächliche Masse des in den Gärbehälter einströmenden Gases unter verschiedenen Tankdrücken und -temperaturen konstant bleibt, wodurch die Gärstabilität effektiv verbessert wird.

2. Unterstützung für fortgeschrittene Steuerungsstrategien (wie z. B. Fed-Batch-Fermentation)

In der modernen Biotechnologie ist die Fed-Batch-Fermentation eines der gängigsten Verfahren. Massendurchflussmesser spielen dabei eine zentrale Rolle:

* Implementierung von exponentieller Zuführung und Zuführung mit konstanter Geschwindigkeit

* Zusammenhang mit pH-Wert, gelöstem Sauerstoff und respiratorischem Quotienten

* Steigerung der volumetrischen Ausbeute

3. Erleichterung der Skalierung des Fermentationssystem und Prozessreplikation

Von Laborbioreaktoren bis hin zu industriellen Bioprozessfermentationsanlagen ist die Parameterkonsistenz eine der größten Herausforderungen bei der Prozessskalierung. Massendurchflussmesser liefern eine zuverlässige Datengrundlage:

* Genaue Wiedergabe des Materialeinsatzes

* Reduzierung von Skalierungsfehlern

* Erhöhung der Erfolgsrate der Prozessreplikation

4. Erfüllung der Anforderungen an Biopharmazeutika und GMP

In biopharmazeutischen Fermentationssystemen bieten Massendurchflussmesser folgende Vorteile:

* Datenrückverfolgbarkeit

* Einfache Überprüfung und Kalibrierung

* Einhaltung der Automatisierungs- und regulatorischen Anforderungen

WeChat image_20210428091538.jpg

MIKEBIO Fermentationssystem

V. Typische Einsatzorte von Massendurchflussmessern in Bioprozess-Fermentationsbehältern

1. Hauptzulaufrohr (Luft/Sauerstoff)

2. Gasverteilungssystem jeder Zweigstelle

3. Zufuhrsystem (Zuckerlösung, Kulturmedium)

4. Stickstoffschutz- und -austauschsystem

5. Durchflussüberwachung vor der Abgasanalyse

VI. Auswahlkriterien für Massendurchflussmesser in Bioreaktoren und Bioreaktoren

Bei der Konstruktion von Bioreaktoren und BioreaktorenDie Auswahl von Massendurchflussmessern beeinflusst nicht nur die Genauigkeit der Durchflussmessung, sondern steht auch in direktem Zusammenhang mit dem stabilen Betrieb des Fermentationssystems, der Genauigkeit der Prozesssteuerung und der Konstanz der Produktqualität. Daher muss die Auswahl von Massendurchflussmessern in der biotechnologischen Praxis unter Berücksichtigung der Eigenschaften des Fermentationsprozesses und der Betriebsbedingungen der Anlage umfassend bewertet werden.

1. Auswahl anhand des Medientyps

Unterschiedliche Medien weisen signifikante Unterschiede in ihren physikalischen Eigenschaften, Reinheitsanforderungen und Betriebsbedingungen auf. Daher sollten geeignete Massendurchflussmesser mit hoher Anpassungsfähigkeit ausgewählt werden.

Medium

Empfohlener Typ

Luft, Sauerstoff

Thermischer Massendurchflussmesser

Stickstoff, CO₂

Thermischer Massendurchflussmesser

Zusätzliche Flüssigkeit

Coriolis-Massenstrommesser

Bei gängigen Belüftungsmedien wie Luft und Sauerstoff variiert die Dichte stark mit Temperatur und Druck, was sich insbesondere beim Betrieb von Bioreaktoren bemerkbar macht. Thermische Massenstrommesser ermöglichen die direkte Messung des Gasmassenstroms, wodurch Fehler durch Änderungen der Betriebsbedingungen vermieden und die präzise Regelung des gelösten Sauerstoffs in Bioreaktoren sichergestellt wird.

Stickstoff und Kohlendioxid werden hauptsächlich zum Schutz, zur Verdrängung oder zur pH-Wert-Regulierung eingesetzt. Ihre Durchflussraten sind üblicherweise gering und werden häufig angepasst. Der Empfindlichkeitsvorteil thermischer Massendurchflussmesser ist bei niedrigen Durchflussraten besonders deutlich.

Bei der Fed-Batch-Fermentation beeinflusst die Durchflussgenauigkeit der Nährlösung direkt die Stoffwechselwege der Mikroorganismen und die Effizienz der Produktsynthese. Der Coriolis-Massendurchflussmesser ermöglicht hochpräzise Massenmessungen und eignet sich besonders für hochwertige Kulturmedien und kontinuierliche Zuführungssysteme.

2. Auswahl auf Grundlage des Maßstabs der Gärtank

Bei biologischen Gärtanks unterschiedlicher Größe gibt es erhebliche Unterschiede in den Leistungsanforderungen an Massendurchflussmesser.

* Laborniveau (1–10 L)

In dieser Phase liegt der Fokus auf der Prozessentwicklung und der Parametererkundung, wobei die Empfindlichkeit und Wiederholgenauigkeit der Durchflussmessung extrem hoch sind. Es empfiehlt sich, einen Massendurchflussmesser mit kleinem Messbereich und hoher Präzision zu wählen, um die Zuverlässigkeit der experimentellen Daten zu gewährleisten und eine präzise Grundlage für die spätere Skalierung zu schaffen.

* Pilotanlage (50–500 l)

Die Pilotphase erfordert die Beibehaltung der Konsistenz des Laborprozesses sowie die Überprüfung der Stabilität der Anlagen und des Steuerungssystems. Daher muss der Massendurchflussmesser neben hoher Genauigkeit auch eine gute Langzeitstabilität und ein schnelles Ansprechverhalten aufweisen, um sich an die dynamischen Veränderungen im Fermentationsprozess anzupassen.

* Industrielles Niveau (1–200 m³)

Industrielle biologische Fermentationsanlagen sind für den Langzeitbetrieb ausgelegt und weisen komplexe Bedingungen auf, was hohe Anforderungen an Druckbeständigkeit, Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit der Messgeräte stellt. Massendurchflussmesser müssen daher nicht nur einen breiten Durchflussbereich abdecken, sondern auch über eine hohe Störfestigkeit verfügen, um den Anforderungen der kontinuierlichen Produktion gerecht zu werden.

3. CIP/SIP-Anpassungsfähigkeit

Im Bereich der Biotechnologie sind Reinigung und Sterilisation entscheidende Schritte zur Gewährleistung der Sicherheit und Qualität von Fermentationsprozessen. Daher muss bei der Auslegung von Bioreaktorsystemen die Eignung von Qualitätsdurchflussmessern für CIP/SIP umfassend berücksichtigt werden, einschließlich:

* Hochtemperatur-Dampfsterilisation (121–135 °C), wodurch sichergestellt wird, dass das Instrument seine Leistungsfähigkeit auch nach wiederholter Sterilisation beibehält.

* Kreislaufreinigung mit alkalischen und sauren Lösungen, wobei das Material eine gute Korrosionsbeständigkeit aufweisen muss.

* Keine toten Winkel und hygienische Verbindungen, um die Ansammlung von Restflüssigkeit zu vermeiden und das Kontaminationsrisiko zu reduzieren.

Qualitativ hochwertige Durchflussmesser mit guter CIP/SIP-Anpassungsfähigkeit tragen zur Verbesserung der Wiederholbarkeit und Konformität von Fermentationssystemen bei.

4. Schnittstellen- und Steuerungssystemkompatibilität

Da die Biotechnologie in Richtung Automatisierung und Intelligenz voranschreitet, gewinnt die Rolle von Qualitätsdurchflussmessern in FermentationssystemDie Funktion des Systems hat sich von einer einfachen Messeinheit zu einer wichtigen Ausführungseinheit für die Prozesssteuerung entwickelt. Bei der Auswahl eines Modells sollte auf dessen Schnittstellen und Kommunikationsfähigkeiten geachtet werden, einschließlich:

* Analoge Signale (4–20 mA) zur Gewährleistung der Stabilität der Grundsteuerung

* Digitale Kommunikation (Modbus, Profibus) zur Erleichterung der Systemintegration und Datenerfassung

* Integration mit SPS-, DCS- und SCADA-Systemen zur koordinierten Steuerung von Parametern wie Belüftung, Zufuhr und gelöstem Sauerstoff

Durch die richtige Auswahl von Qualitätsdurchflussmessern kann eine präzise Steuerung in Bioreaktoren und Fermentationsanlagen erreicht werden, wodurch eine zuverlässige Unterstützung für den effizienten Betrieb des gesamten Fermentationssystems gewährleistet wird.

VII. Zusammenarbeit von Massendurchflussmessern mit anderen Instrumenten

In einem kompletten Bioreaktor-Steuerungssystem arbeiten Massendurchflussmesser typischerweise in Verbindung mit den folgenden Instrumenten:

Sauerstoffelektrode, pH-Elektrode, Temperatursensor, Drucksensor, Proportionalregelventil.

Durch die Regelung im geschlossenen Regelkreis kann der Fermentationsprozess hochgradig automatisiert und intelligent gestaltet werden.

VIII. Entwicklungstrends und Zukunftsperspektiven

Mit dem Fortschritt der Biotechnologie hin zu High-End-Lösungen und Digitalisierung lassen sich auch bei Massendurchflussmessern folgende Trends beobachten:

* Kleinere Größe, geeignet für Einweg-Bioreaktoren

* Höhere Genauigkeit, die den Anforderungen der Zelltherapie und Impfstoffproduktion gerecht wird.

* Intelligente Diagnose- und Fernüberwachungsfunktionen

Zukünftig werden Massendurchflussmesser eine noch wichtigere Rolle in intelligenten Bioreaktor-Fermentationsbehältern und digitalen Zwillings-Fermentationssystemen spielen.

IX. Schlussfolgerung

Der Massendurchflussmesser ist als entscheidendes Mess- und Regelinstrument in modernen bioingenieurtechnischen Anlagen unverzichtbar für die Konstruktion biologischer Systeme. Gärtanks und Bioreaktoren. Durch die genaue und stabile Messung des tatsächlichen Massenstroms von Gasen und Flüssigkeiten bietet es eine solide Grundlage für den effizienten Betrieb, die stabile Steuerung und die erfolgreiche Skalierung des Fermentationssystems.

Im Kontext der kontinuierlichen Modernisierung der Biotechnologiebranche wird die rationale Auswahl und Anwendung von Massendurchflussmessern zu einem wichtigen Mittel, um das technische Niveau der Fermentationsanlagen und die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte zu steigern.